Sonntag 06.06.2010

Handball_w: Platz 12 für die Bochumer Handballerinnen

Das weibliche Bochumer Handballteam

Das weibliche Bochumer Handballteam

Die Bochumer Handballerinnen traten unter schwierigen Voraussetzungen bei der Ruhrolympiade an. Eine Woche vor dem Turnier mussten 8 Spielerinnen von Teutonia Riemke die Teilnahme wegen eigener Qualifikationsspiele absagen. Spontan konnten noch Spielerinnen von Günnigfeld und vom Bochumer HC sowie zwei jüngere Riemker Spielerinnen (Jg. 96) in das Team geholt werden.
Das Turnier selbst begann für die Bochumerinnen mit einem Hammer. Der erste Gegner war die Auswahl von Unna, der Titelverteidiger, der am Ende Zweiter wurde. Gegen diesen starken Gegner wehrte sich das Bochumer Team zwar nach Kräften, blieb aber chancenlos. Unna gab sich keine Blöße und setzte sich mit hohem Tempo und bärenstarken Einzelspielerinnen deutlich mit 11:1 durch. Direkt im Anschluss unterlagen die Bochumer Mädchen Gelsenkirchen unglücklich mit 3:2. Im letzten Gruppenspiel gegen Dortmund steigerte sich die Mannschaft wieder, verlor aber trotzdem mit 5:8.

Damit beendete Bochum die Vorrunde auf dem 4. Platz und konnte nur noch um die Plätze 10 bis 12 spielen. In den beiden letzten Spielen machte sich deutlich das fehlende gemeinsame Training bemerkbar. Die Abstimmung in Abwehr und Angriff stimmte gar nicht mehr, auch die Spiele gegen Hagen und Wesel gingen verloren. Am Ende belegte das Bochumer Team den 12. Platz.
Trotz der Platzierung Hochachtung vor den Spielerinnen, die sich größtenteils sehr spontan zur Verfügung gestellt und damit die Teilnahme der Bochumer Mannschaft ermöglicht haben.

Für Bochum spielten: Pia Döhmann, Annika Selle, Julia Wontora und Natascha Mokros (VfB Günnigfeld); Sahra-Marie Bäcker, Joyce Aufermann (SV Teutonia Riemke); Ines Lamb, Katrin Knihs, Alina Taube, Jacqueline Wetzel, Nathalie Röhling, Olivia Rau, Agnes Gutt (bochumer hc); betreut wurde das Team von Birgit Kupka und Katja Niehörster

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Fußball_m: Bochumer Jungs holen 3. Platz bei der Ruhrolympiade

Bochumer Spieler in Erwartung des Balles

Bochumer Spieler in Erwartung des Balles

Die Bochumer Fußballjunioren haben bei der diesjährigen Ruhrolympiade in Duisburg den 3.Platz geholt. Im 1.Spiel gegen die Auswahl aus Hagen gewannen die Bochumer verdient mit 1:0. Das Spiel gegen Mühlheim gewannen die Bochumer Jungs mit viel Mühe, aber dennoch verdient mit 2:1. Das letzte Vorrundenspiel gegen die Dortmunder wurde mit 2:0 für Bochum gewertet, da Dortmund zum Turnier nicht erschienen ist. So stand fest, dass die Bochumer im Halbfinale um den Einzug ins große Finale um Platz 1 spielen würden.
Zu diesem Halbfinale gegen die Sportjugen aus Düsseldorf kam es allerdings nicht, da ein großes Unwetter im Anmarsch war. Aus diesem Grund entschied die Turnierleitung alle weiteren Zwischenrundenspiele im Elfmeterschiessen auszutragen. Zum Nachteil der Bochumer. Hier unterlagen wir der Auswahl aus Düsseldorf mit 4:2.
Im letzten Spiel des Tages um Platz 3 gegen Hamm gewannen die Bochumer deutlich und verdient mit 3:1.

Volleyball: 5. Platz für Bochums Volleyballmädchen

Das Bochumer Volleyballteam der Mädchen

Das Bochumer Volleyballteam der Mädchen

Bochumer Volleyball-Mädchen holen den 5. Platz bei der Ruhrolympiade

Mit einem am Ende überaus zufriedenstellenden 5.Platz beendete die Bochumer Stadtauswahl die Ruhrolympiade bei den Mädchen im Volleyball. Dabei wäre für die gegenüber dem Vorjahr stark verjüngte Mannschaft durchaus noch mehr drin gewesen.
Bereits im Vorfeld des Turniers war klar, dass die Trauben für die Bochumer Auswahl, die als Vorjahresfinalist unter den vier gesetzten Teams waren, diesmal sehr hoch hängen würden. Das Betreuerduo Christian Eusterfeldhaus / Melanie Heermann gab vorab einen Platz unter den ersten Acht (also das Erreichen des Viertelfinale) als Ziel für die 12 Spielerinnen vom TB Höntrop und SVE Grumme aus. Das Erreichen des Halbfinals wäre schon eine Überraschung gewesen.
In der Gruppenphase kamen gegen den Außenseiter Hagen im lockeren Turnierauftakt beim klaren 2:0 (25:11, 25:10) alle Spielerinnen zum Einsatz. Dies war wichtig, damit das Team noch besser zusammenwuchs.
Im 2.Spiel gegen den Kreis Recklinghausen ging es darum sich mit einem Sieg bereits vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren. Und schnell wurde klar, dass die großgewachsenen Mädchen aus dem Vest, die als Vorjahressechster keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen waren, an diesem Tag chancenlos waren. Mit 25:8 wurde das Team im 1.Satz nahezu chancenlos aus der Halle gefegt. Und nach dem ebenfalls deutlichen 25:14 im folgenden Satz war die Runde der letzten Acht und damit das ausgegebene Minimalziel bereits vor dem abschließenden Gruppenfinale erreicht.
Dort wartete dann mit Duisburg der Gastgeber der diesjährigen Ruhrolympiade und der präsentiert sich zu Hause traditionell natürlich immer von seiner besten Seite und bietet ein starkes Team auf. Obwohl auch Duisburg beide Spiele gewonnen hatte, hätte für Bochum ein Satzgewinn für den Gruppensieg (und damit das einfachere Viertelfinale) gereicht. Konnte die Bochumer Auswahl im 1.Satz beim knappen 21:25 noch mithalten, so brachen im nächsten Satz alle Dämme. Die junge Mannschaft schaffte es überhaupt nicht mehr ins Spiel zu kommen und gab den Satz gegen das block- und angriffsstarke Team am Ende deutlich mit 15:25 ab.
Mit diesem Eindruck musste die Mannschaft kurz danach in der ersten KO-Runde gegen Bottrop antreten. Und diese Partie war im Vorjahr noch das Finale bei der Ruhrolympiade in Unna. Im ausgeglichenen Auftaktsatz merkte man den Bochumer Spielerinnen noch das verlorene Gruppenspiel an, dennoch konnte das Team den Satz lange offenhalten. Zwar verlor das Team letztlich mit 22:25, aber man sah, dass nicht viel zum Erfolg fehlte. Diesen Unterschied machte das Team dann mit 2.Satz mehr als wett, und erreichte nach dem klaren 25:17 den Tie-Break. Dieser verlief dann wieder sehr ausgeglichen und spannend bis zum 10:10. Denn hier stellte sich beim Team plötzlich eine übergroße Nervosität und Unsicherheit ein. Obwohl das Team gleich viermal die Chance hatte zu punkten, wurden dieses allesamt vergeben. Am Ende siegte Bottrop mit 10:15 vor allem aufgrund der größeren Routine und Cleverness und zog damit ins Halbfinale ein.
Am Sonntagmorgen galt es dann die letztlich vermeidbare Niederlage und den verpassten Einzug in die Runde der letzten Vier vergessen zu machen. Allerdings stand mit dem Kreis Unna im „kleinen Halbfinale“ um die Plätze 5 bis 8 eine weitere Volleyballhochburg auf der anderen Seite des Netzes. Und gegen die wie immer mit großem Betreuerstab angetretenen Unnaranerinnen, die zudem mit deutlicher körperlicher Überlegenheit aufwarten konnten, waren nach den gezeigten Leistungen des Vortages die Bochumer lediglich der Außenseiter. Aber die Spielerinnen wurmte die vermeidbare Viertelfinalniederlage offenbar so sehr, dass sie an diesem Morgen mit einer Klasseleistung aufwarten konnten. Hochkonzentriert mit guten Aktionen in allen Elementen ging das Team zu Werke und für viele überraschend mit 25:20 auch deutlich in Führung. Wer im 2.Satz einen weiteren spannenden Satz erwartet hatte wurde gänzlich enttäuscht. Bochum spulte mit nie gekannter Coolness sein Programm ab, leistete sich kaum einen Eigenfehler und spielte das Team aus dem östlichen Ruhrgebiet mit 25:10 förmlich an die Wand.
Damit ging es im abschließenden Spiel erfreulicherweise um die Plätze 5 und 6 für Bochum. Hier wartete dann Oberhausen zum Abschluss des Turniers auf die heimische Auswahl. Allerdings kam das Team nicht wie im Spiel zuvor aus den Startlöchern und der Satz ging mit 20:25 verdient an den Gegner. Deutlich entschlossener zeigte sich die Spielerinnen allerdings dann im 2.Durchgang, als man mit erneut wenig Eigenfehlern und vielen starken Aktionen ein 25:16 und damit den Entscheidungssatz erzwang. Hier plätscherte das Spiel zunächst vor sich hin, wobei das Team nicht nur langsam in den Rückstand, sondern beim 11:14 plötzlich auf die Verliererstraße geriet. Hier nun zeigte das Team dann, dass es – anders als beim Viertelfinalaus am Vorabend – auch in schwierigen Situationen durchaus bestehen kann. Mit guten Aufschlägen und klugem Aufbauspiel gelang es die nächsten fünf Punkte zu holen und Oberhausen noch mit 16:14 in die Knie zu zwingen. Damit beendete die Bochumer Auswahl das Turnier der 18 Teams auf einem guten 5.Platz.
Trainerkommentar Eusterfeldhaus: „Mit dem erreichten 5.Platz haben wir mehr als unsere eigenen Erwartungen erfüllt. Bereits im Vorfeld war aufgrund der starken Verjüngung klar, dass das Erreichen des Halbfinals oder gar eine Medaille nur bei optimalem Verlauf möglich gewesen wäre. Zudem war unsere Hauptangreiferin durch eine erst am Donnerstag beim Beachvolleyballturnier zugezogene Bänderverletzung gehandicapt. Da alle Spielerinnen auch noch im nächsten Jahr und dreiviertel des Teams sogar noch zwei Jahre und länger bei der Ruhrolympiade spielberechtigt sind, ist hier durchaus von einer Perspektive zu sprechen. Letztlich haben uns etwas Routine und ein bisschen Abgezockheit gefehlt, um hier schon in diesem Jahr noch mehr zu erreichen.“
Gewonnen hat der Kreis Wesel mit 2:1 gegen Herne. Die Silbermedaille ging an Gastgeber Duisburg, die ebenfalls mit 2:1 gegen Bottrop gewannen. Der Ennepe-Ruhr-Kreis belegte am Ende Rang 8.
Im Gesamtklassement belegt Bochum am Ende den 5.Platz. Gastgeber Duisburg holte sich den ersten Sieg in der 47jährigen Geschichte der Ruhrolympiade.

Die Auswahlspielerinnen:
Aileen Altwasser, Melina Aven, Katrin Baar, Kristina Blüggel (SVE Grumme), Gina Derhard, Mona Derhard, Kristina Nagel, Fatbardhë Ramabaja, Ricarda Schenk, Sandra Süß, Yvonne Weselmann (SVE Grumme), Carolin Wittling

Ergebnisse:
Vorrunde:
Stadt Hagen 2:0 25:11, 25:10
Kreis Recklinghausen 2:0 25:08, 25:14
Stadt Duisburg 0:2 21:25, 15:25

Viertelfinale:
Stadt Bottrop 1:2 22:25, 25:17, 10:15
Platz 5 bis 8:
Kreis Unna 2:0 25:20, 25:10
Platz 5 / 6:
Stadt Oberhausen 2:1 20:25, 25:16, 16:14